Ausgabe 4 ⁄ 2009, Beitrag Nr. 4

Genuss ohne Reue
Englische Forscher: Kein Zusammenhang zwischen Karies und der konsumierten Zuckermenge


(IME/Frankfurt/M.) Eine wichtige Nachricht für die Zahngesundheit kommt aus Großbritannien: Zwischen der verzehrten Zuckermenge und dem Auftreten von Karies besteht kein Zusammenhang. Das ist die zentrale Aussage eines aktuellen Übersichtsbeitrages in der internationalen Fachzeitschrift Obesity Reviews, in dem Forscher der Universität Leeds die gesamte englischsprachige Fachliteratur der letzten 150 Jahre auswerteten. Das Ergebnis: Kariesprophylaxe und süßer Genuss sind kein Widerspruch.

Die Kariesentstehung wird durch viele Faktoren beeinflusst. Präventive Maßnahmen wie regelmäßige Zahnpflege, die Verwendung von Fluoriden und der regelmäßige Gang zum Zahnarzt spielen die entscheidende Rolle bei der Vorbeugung gegen Karies. Wie die Literaturauswertung weiter zeigt, hat insbesondere Einfluss auf die Entwicklung von Karies, wie häufig so genannte fermentierbare Kohlenhydrate gegessen werden. Dies sind nicht nur zuckerhaltige Produkte wie Süßwaren oder Obst, sondern auch stärkehaltige Produkte wie Brot oder Nudeln.

Abdruck honorarfrei - IME, Frankfurt/M. als Quellenangabe und Beleg erbeten.

Alle Texte abrufbar auf www.imeonline.de
E-mail-Kontakt: info@imeonline.de

Informationskreis Mundhygiene und Ernährungsverhalten (Copyright)

Druckansicht