Ausgabe 2 ⁄ 2010, Beitrag Nr. 4

Fluoridierte Mundspülungen steigern Effekt von Zahnpasta
Bis zu 50 Prozent mehr Fluorid im Speichel hemmt Karies zusätzlich.

(IME/Frankfurt/M.) Der Einsatz von Fluoriden in Zahnpasta brachte den Durchbruch für die erfolgreiche Kariesbekämpfung des letzten Jahrzehnts. Er erhöht den Fluoridgehalt im Speichel – dadurch wird der Zahnschmelz hart und leistet Kariesbakterien und Säuren erfolgreich Widerstand. Erfreulicherweise haben sich in den vergangenen Jahren weitere Mundpflegemaßnahmen, die das Zähneputzen ergänzen, durchgesetzt. Klarer Favorit: Fluoridierte Mundspüllösungen, denn sie steigern den Karies-Schutz sogar noch, weil sie den Speichel zusätzlich mit Fluoriden anreichern. Das hat eine neue Studie gezeigt, die den Einfluss von Zahnseide und Fluorid-haltigen Mundspüllösungen auf den Fluoridgehalt im Speichel untersucht hat.

Sinnvollerweise sollte man zusätzlich zum Zähneputzen die Zahnzwischenräume mit Zahnseide reinigen. Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Anwendung von Zahnseide nach dem Zähneputzen keinen Einfluss auf den Fluoridgehalt im Speichel hat. Ihre Vermutung, die Zahnseide könne diesen durch die Entfernung von Fluorid-haltigen Zahnpastaresten absenken, wurde nicht bestätigt. Einen erwartungsgemäß positiven Effekt hingegen bescheinigten die Forscher bei der Verwendung einer Fluorid-haltigen Mundspülung: Diese erzeugte die höchsten Fluoridwerte im Speichel. Wurde nach dem Zähneputzen mit einer fluoridierten Zahnpasta zusätzlich eine Fluorid-haltige Mundspülung verwendet, konnte eine Zunahme der Fluoridkonzentration im Speichel von über 50 Prozent gegenüber einer Mundspülung nur mit Wasser erreicht werden. Fazit: Gegen Karies & Co. schützt am besten Zähneputzen mit Zahnpasta und anschließender Mundspülung jeweils mit Fluoriden – mit Zahnseide für die Zwischenräume als gründliches I-Tüpfelchen.

Abdruck honorarfrei - IME, Frankfurt/M. als Quellenangabe und Beleg erbeten.

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