Ausgabe 2 ⁄ 2010, Beitrag Nr. 6

Deutschlands erste Erfolge gegen „pfundige“ Kinder
Mehr Bewegung im Alltag schützt den Nachwuchs vor Übergewicht.

(IME/Frankfurt/M.) Die Entwicklung von Übergewicht vor allem bei Kindern ist weltweit bedenklich. In den verschiedenen Ländern Europas sind zwischen 5 und 25 Prozent der 11- und 13-Jährigen zu dick. Bei differenzierter Betrachtung gibt es jedoch auch positive Beispiele beim Kampf gegen die kindlichen Pfunde zu vermelden: Deutschland gehört, neben Frankreich und England, zu den Ländern der EU, in denen zwischen 2001 und 2005 kindliches Übergewicht bereits rückläufig war.

Ein Grundschulkind bewegt sich nur noch eine Stunde am Tag, weitere neun Stunden verbringt es sitzend. Die körperliche und motorische Leistungsfähigkeit heutiger Kinder und Jugendlicher ist gegenüber Gleichaltrigen vor 25 Jahren um mehr als 10 Prozent zurückgegangen. Eine Auswertung der Daten der internationalen HBSC-Studie (Health Behaviour in School-aged Children), die unterstützt von der WHO in 34 Ländern durchgeführt wurde, zeigt einen statistisch bedeutsamen Zusammenhang von Inaktivität und Übergewicht in 29 der untersuchten Länder. In 22 der 34 Länder war der TV-Konsum bei übergewichtigen Jugendlichen höher als bei normalgewichtigen. Zwischen dem Verzehr von Süßigkeiten und dem Body-Mass-Index hingegen wurde ein negativer Zusammenhang gefunden. Bei der Bekämpfung ausufernder Moppel-Kids steht somit eine Änderung des Lebensstils an erster Stelle und nicht die Ernährungslenkung. Davon zeugen die vielfältigen Vorbeugungsprogramme in den einzelnen Ländern. In Deutschland wurden zahlreiche Bewegungs- und Ernährungsprogramme initiiert, um kindlichem Übergewicht entgegen zu wirken; so zum Beispiel durch die Gründung von der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. – peb.

Abdruck honorarfrei - IME, Frankfurt/M. als Quellenangabe und Beleg erbeten.

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