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Zusammenhänge zwischen den Schlafgewohnheiten und Übergewicht, Adipositas sowie Bluthochdruck bei Erwachsenen

Diese wissenschaftliche Untersuchung analysiert den Zusammenhang zwischen den Schlafgewohnheiten und wichtigen Gesundheitsindikatoren. Insbesondere eine unzureichende Schlafdauer, Nachtschichten und psychischer Stress korrelierten den Ergebnissen zufolge mit einem erhöhten Body-Mass-Index (BMI). Darüber hinaus fand sich eine ausgeprägte Diskrepanz zwischen dem subjektiven Schlafbedürfnis und der tatsächlich erreichten Ruhezeit bei Erwachsenen.

Schlaf wird als Risikofaktor für chronische Erkrankungen unterschätzt 

Obwohl gesunder Schlaf neben einer ausgewogenen Ernährung und ausreichend körperlicher Aktivität eine wichtige Rolle für die Prävention chronischer Erkrankungen spielt, erhält er oft zu wenig Aufmerksamkeit. 

Schlaf spielt eine wichtige physiologische Rolle und wird zunehmend als bislang unterschätzter Faktor erkannt, der an der Entstehung chronischer Krankheiten wie Adipositas und Bluthochdruck beteiligt ist. Zum Beispiel stören Schlafmangel, eine schlechte Schlafqualität oder ungünstige Schlafgewohnheiten neuroendokrine Wege, die den Stoffwechsel und den Energiehaushalt regulieren. Dies kann den Spiegel appetitregulierender Hormone verändern, die Insulinsensitivität beeinträchtigen und die Lebensmittelwahl negativ beeinflussen, was eine positive Energiebilanz und Übergewicht begünstigt.

Selbstauskünfte zum Schlaf als Basis 

Ziel der Querschnittsstudie war es, die Beziehungen zwischen Schlafgewohnheiten, Schlafstörungen, Nachtschichtarbeit, Stress und Indikatoren der Gesundheit wie dem BMI und Bluthochdruck bei Erwachsenen zu untersuchen.

Dafür wurden bei 260 Personen zwischen 22 und 67 Jahren Körpergröße und -gewicht gemessen, um daraus den BMI zu berechnen. In einem Fragebogen gaben die Teilnehmenden Auskunft zu ihrem Schlafverhalten, darunter Dauer, Einschlaf- oder Durchschlafschwierigkeiten und Müdigkeit. Auch der Zeitpunkt der letzten Mahlzeit vor dem Schlafengehen, Nachtschichtarbeit, Stress sowie diagnostizierter Bluthochdruck und die Einnahme von Medikamenten wurden erfragt. 

Menschen mit Übergewicht und Adipositas schlafen deutlich kürzer

Etwa die Hälfte der Befragten hielten eine Schlafdauer im Bereich von 7 bis 8 Stunden für ideal. 27 Prozent bevorzugten eine Schlafdauer von weniger als 7 Stunden, 23 Prozent von mehr als 8 Stunden pro Nacht. 

Die Idealvorstellungen wurden in der Realität oft unterschritten: 55 Prozent der Befragten schliefen weniger als 7 Stunden, 35 Prozent 7 bis 8 Stunden und 10 Prozent mehr als 8 Stunden pro Nacht. Personen mit Übergewicht oder Adipositas schliefen durchschnittlich 6,2 Stunden und Normalgewichtige 7,2 Stunden pro Nacht (p = 0,003). Eine Assoziation zwischen Bluthochdruck und der Schlafdauer wurde dagegen nicht beobachtet (p = 0,232).

Schlafprobleme wurden von 35 Prozent der Teilnehmenden angegeben, sie zeigten aber keinen signifikanten Zusammenhang mit dem BMI. 

Stress war dagegen klar mit einem höheren BMI verbunden (p = 0,005) und wurde von 53 Prozent der Befragten genannt. 

Gut die Hälfte der Teilnehmenden arbeitete in Nachtschichten. Sie waren ebenfalls häufiger übergewichtig oder adipös (p = 0,039). 

30 Prozent der Teilnehmenden aßen mindestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr, 27 Prozent eine Stunde davor. 33 Prozent aßen noch unmittelbar vor dem Zubettgehen und 10 Prozent nachts beim Aufwachen. Der Zusammenhang zwischen dem BMI und dem Zeitpunkt der letzten Mahlzeit war statistisch signifikant (p = 0,020).

40 Prozent der Befragten hatten Bluthochdruck. Dies war klar mit dem BMI assoziiert (p < 0,0001), aber nicht mit der Schlafdauer. 

Fazit

Die Studie bestätigt, dass insbesondere eine kurze Schlafdauer, Nachtarbeit und Stress eng mit einem erhöhten BMI verbunden sind. Bluthochdruck war dagegen primär mit dem Körpergewicht verbunden.

Die Ergebnisse stehen im Einklang mit Hinweisen aus anderen Studien, in denen beobachtet wurde, dass die Wahrscheinlichkeit für Adipositas steigt, wenn die Schlafdauer unter sieben Stunden pro Nacht sinkt. 

Der Zusammenhang zwischen Nachtschichtarbeit und Übergewicht bzw. Adipositas ist möglicherweise dadurch erklärbar, dass Schichtarbeit den zirkadianen Rhythmus stört und die Stoffwechselregulation beeinträchtigt. Die Assoziation zwischen Stress und Übergewicht bzw. Adipositas könnte durch ungesunde Schlaf- und Essgewohnheiten vermittelt sein. 

Die Autoren der Studie folgern aus den Ergebnissen, dass Schlafgewohnheiten, Arbeitszeiten und Stressbewältigung berücksichtigt werden sollten, wenn es um die Betrachtung gewichtsbedingter Gesundheitsrisiken geht.

Quellen:
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Pastrnáková J1, Šubová L1, Gažarová M1, Lenártová P1, Górnicka M2, Habánová M1xsuboval@uniag.sk 

1Institute of Nutrition and Genomics, Faculty of Agrobiology and Food Resources, Slovak University of Agriculture in Nitra, Slovakia; 2Institute of Human Nutrition Science, Department of Human Nutrition, Warsaw University of Life Science, Poland.

Sleep-related behaviours and their associations with overweight, obesity and hypertension in adults. 

Rocz Panstw Zakl Hig. 2025 Dec 31;76(4):293-299. doi: 10.32394/rpzh/220202


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